#11 Seelsorge: Wenn reden wieder Atem schenkt
Shownotes
Nach einer Krebsdiagnose fragen sich Betroffene oft: `Warum ich?´ In Krisenzeiten kann Glaube, Spiritualität und ein offenes Gespräch ganz ohne religiöse Hürden Kraft spenden. Hier finden Angst, Wut, Stille einen Raum. Wie das Team der ökumenischen Klinikseelsorge Patient:innen und Angehörige unterstützt, aber auch oft ein offenes Ohr für Mitarbeitende der Universitätsmedizin Mainz hat, erzählt Steffen Knapp im offenen Gespräch mit den Meenzer Onkoschwestern. „Wer andere Menschen begleitet, muss auch gut begleitet sein“, hält er fest.
Ihr habt Fragen oder wollt uns einfach nur eine Nachricht schreiben? Wir freuen uns auf Eure Nachrichten: OnkoPodcast@unimedizin-mainz.de
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Wir zeigen Euch, dass die besten Gespräche oft genau dort entstehen, wo man sie am wenigsten erwartet – nämlich direkt zwischen Portspülungen und Infusionsständern.
Lernt uns kennen. Onkologie. Echt. Fachlich. Und mit ganz viel Herz.
Eure Meenzer Onkoschwestern❤
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Ein Podcast der Unimedizin Mainz. | Postproduktion und Musik: Jan Springer
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Transkript anzeigen
00:00:07:
00:00:07: Die Mensa Onko-Schwestern.
00:00:09: Ein Podcast der Universität zwingt Zin Mainz mit Tatjana und Natascha.
00:00:17: Hallo und herzlich willkommen zu unserem Podcast!
00:00:22: Hi, ich bin Tatjena.
00:00:25: Heute tauchen wir in ein Thema ein das in unserem hektischen Klinikalltag oft nur leise mitschwingt.
00:00:31: In der Onkologie begegnen wir täglich die Erzerbrechlichkeit des Lebens.
00:00:36: Wir stehen an Betten, an denen die medizinischen Anforden leiser werden und die existenziellen Fragen lauter.
00:00:43: Warum ich?
00:00:44: Was bleibt?
00:00:46: Und wie hält man das unausweichliche eigentlich aus?
00:00:49: Dabei stellen sich nicht nur Patienten sondern auch wir Pflegekräfte uns oft die großen Fragen nach dem Sinn der Angst und der Hoffnung.
00:00:59: Heute blicken wir dorthin wo Medizin allein nicht hinkommt in die Seele!
00:01:03: Wir sprechen über die Seelsorge und wie Glaube, Spiritualität und einfach das offene Gespräch in Krisenzeiten neue Kraft spenden kann.
00:01:13: Ganz ohne religiöse Hürden!
00:01:16: Ein Raum, in dem alles Platz hat – die Angst, die Wut, die Stille aber auch die Hoffnung.
00:01:23: Es geht um die Suche nach dem Sinn einer Zeit, die sich oft sinnlos anfühlt Um zu verstehen, wie wir als Pflegende die Räume öffnen können Und was es bedeutet, die Seele in Krisenzeiten zu stützen?
00:01:36: Begrüßen wir heute einen Gast der diese Wege täglich geht.
00:01:40: Steffen knapp von der Klinikseelsorge!
00:01:42: Schön, dass du da bist, Steffen!
00:01:44: Ja, ich freu mich auch ihr beiden.
00:01:46: Dass ich eingeladen bin!
00:01:47: Herzlich
00:01:47: willkommen!
00:01:49: Zuerst
00:01:49: mal gucken, Tatjana es mitkriegt.
00:01:51: Sie hat angefangen so zu strahlen bei der Einleitung.
00:01:54: Die ist echt gut,
00:01:56: die tat Jana.
00:01:56: Die kann das richtig gut... Also irgendwo hat sich schon gecatcht glaube ich gerade.
00:02:00: Ich würde sagen sie hat schon alles auf den Punkt gebracht was wichtiges im Thema See-Sorge von daher.
00:02:08: Was wir da draus machen werden jetzt?
00:02:10: Großartig!
00:02:13: heute hier bis bei uns.
00:02:15: Wir haben uns jetzt ein paar Mal schon getroffen, beruflich natürlich und auch mal so wenn man sich auf dem Gelände sieht.
00:02:24: und ja wir sind ganz gespannt und wie bei den meisten natürlich erstmal so ganz locker stelle ich doch mal
00:02:30: vor.".
00:02:30: Genau also mein Name ist Stefan Knapp.
00:02:32: Ich bin katholischer Theologe von Haus aus und arbeite hier seit Jahrzehnteinundzwanzig in der Katholischen Klinikseelsorge.
00:02:39: Wichtig ist, ich bin nicht alleine unterwegs, sondern wir sind ein größeres Team von katholischem und evangelischem Seelsorgerinnen und Seelsorgern.
00:02:47: Insgesamt neun Leute springen hierherum, sag' ich immer!
00:02:51: Und wir haben auch einen großen Pool von ehrenamtlichen SeelsORGERINN und SEELSORGER, insgesamt einundzwansig dient's auch hier unterstützen in der Seelsorge und mit dazu beitragen.
00:03:02: Ich sage immer, dass die spirituelle Dimension hier im Alltag nicht untergeht.
00:03:08: Und deshalb freue ich mich sehr, dass wir heute miteinander unterwegs sind und miteinander ins Gespräch kommt zum Thema Seelsorge!
00:03:16: Wir freuen uns auch.
00:03:18: So viele Leute sind es dann auch?
00:03:20: Also eigentlich immer noch zu wenig wahrscheinlich.
00:03:23: Ja, also unsere Währung ist natürlich die Präsenz.
00:03:26: Entscheidend ist das wir auf den Stationen präsent sind.
00:03:29: dadurch dass wir so viele sind teilen wir uns natürlich die Stationsbereiche auf.
00:03:34: jeder hat so seine Bereiche wo er regelmäßig unterwegs ist.
00:03:38: darüber hinaus garantieren wir einen sogenannten seelsorglichen Rufdienst das heißt alles von acht bis zwanzig Uhr ist immer ein Seelsorger über die zentrale Erreichbaren.
00:03:49: Das ist vor allen Dingen im Kontext von Krisenintervention, von Bedeutung.
00:03:53: also wenn auf Station jemand verstorben ist oder es geht darum Therapieziel zu ändern um mit und das mit den Angehörigen zu besprechen da werden wir dann auch oft dazu gerufen so dass wir immer auch erreichbar sind.
00:04:06: genau
00:04:07: eine große große Stütze gerade für so hoch sensible Bereiche dann oder Situation die weit mehr brauchen, als das Gespräch an sich gerade im Nachhinein dann wahrscheinlich auch.
00:04:18: Ganz
00:04:19: genau!
00:04:19: Also unsere Unterstützung geht natürlich primär an die Patientinnen und Patienten und deren Angehörige.
00:04:28: darüber hinaus – und es ist uns auch ganz wichtig im Kontext von Klinikseelsorge dass wir für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zuständig sind.
00:04:35: also insofern versuchen wir uns hier in dieses ganze System auch einzuklinken und auch für Mitarbeiter zur Verfügung zu stehen als Gesprächspartner.
00:04:44: Genau!
00:04:45: Hört hört Mitarbeiter, Mitarbeiterin.
00:04:48: Also ich weiß nicht wer den Steffen schon kennt.
00:04:50: also ich glaube zugänglicher geht's nicht und viele andere auch.
00:04:53: aber tatsächlich war mir das nie so ganz klar.
00:04:56: umso schöner eigentlich weil genau in den heutigen Zeiten mit allem was man so leistet und zu leisten hat stehen doch immer so viele Schicksale die einen auch packen.
00:05:09: ja also dann erzähle uns doch einfach mal was macht deine Arbeit so spannend?
00:05:15: an erster Stelle natürlich.
00:05:16: Und was sind aber auch Herausforderungen?
00:05:19: Also spannend, an meiner Arbeit ist halt einfach ... Ich hab den ganzen Tag mit Menschen zu tun.
00:05:23: Das ist ein großes Geschenk, dass ich in der Klinikseelsorge arbeiten kann.
00:05:27: Dass ich Menschen begleiten kann im Situation von Krankheit, Krise bis auf ihrem letzten Lebensweg in Anführungszeichen.
00:05:36: und ich kann mir eigentlich das Schöneres vorstellen als mit Menschen unterwegs sein.
00:05:40: Ein Kollege hat es mal so genannt wir haben die die Chance, das Geheimnis des Lebens zu berühren.
00:05:47: Also wenn ich mit Patienten ins Gespräch komme, die öffnen mir ihre Türen, die erzählen von ihrem Leben... Ich bekomme Anteil an Lebensgeschichten, lerne sehr viel auch für mich selbst was ich vorher nicht gekannt habe und es macht es ganz so wertvoll, so kostbar und insofern danke ich immer wieder dass sich in diesem Bereich tätig sein kann.
00:06:11: Und dann halt ist es auch eine große Vielfalt, die ich erlebe in der Klinikshilfsorge.
00:06:15: Klar ist der Schwerpunkt die Arbeit mit den Patientinnen und Patienten.
00:06:19: Dann aber natürlich auch die Arbeit Mitarbeiterin und Mitarbeiter.
00:06:23: Und dann klingen wir uns ja auch ins System mit ein.
00:06:26: also Wir sind in der Krankenpflegeschule unterwegs.
00:06:29: Eine Kollegin ist im Etikomitee mit dabei.
00:06:32: Ich selbst bin mit der evangelischen Kollegin in der im Querschnittsbereich dreizehn Palliativmedizin mit einer Vorlesung aktiv, wo es um die Studierenden geht, die Spiritual Care und palliative Care lernen sollen.
00:06:48: Also ein ganz großer Bandbreitern.
00:06:50: das macht das Ganze einfach spannend.
00:06:52: herausfordernd ist natürlich und das erlebt ihr ja auch in euren Begegnungen dass wir's auch mit schweren Situation zu tun haben also vor allen Dingen im onkologischen Bereich wo wir Menschen begleiten Menschen, wo von jetzt auf gleich das Leben auf den Kopf gestellt wird durch eine schwerwiegende Erkrankung.
00:07:15: Dann in Krisensituationen werden wir halt auch hineingerufen wenn vielleicht plötzlich jemand verstorben ist oder im Bereich der Kinder-Klinik wie in Eltern ihr Kind verliert.
00:07:24: Das sind natürlich sehr herausfordernde Situationen.
00:07:28: und was mich natürlich auch immer wieder beschäftigt oder uns alle hier beschäftigt Wie geht es weiter?
00:07:34: Im Kontext Klinik, wie stellen wir eine gute Patientenversorgung sicher?
00:07:38: Die Herausforderungen im Gesundheitswesen sind ja aktuell wirklich immens.
00:07:43: Die Situation ist sehr komplex!
00:07:46: Da gibt's keine einfachen Lösungen.
00:07:48: Und da gemeinsam zu schauen, wie können wir da sicherstellen?
00:07:52: Dass es Patienten gut geht, dass es aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gutgeht.
00:07:56: Da ist es wichtig, gemeinsam unterwegs zu sein.
00:07:59: So schätze ich das jetzt auch, dass wir hier zusammen sind ... Ja so ein gutes
00:08:03: Netzwerk macht viel aus!
00:08:05: Das ist wirklich so.
00:08:06: Also ich mein'n auch wir haben uns ja irgendwann genetzwerkt, sagt
00:08:09: man doch so.
00:08:10: Genetzwerk wird halt die Neugierde auf den ... Wie nennt man das?
00:08:14: Ja, es
00:08:15: ist ja auch für uns eine Stütze.
00:08:16: Also sei es... Ich hatte mit einem Kollegen von dir schon mal ein Gespräch, weil ich in der Situation war, wo ich gedanklich nicht so rauskam über den Patienten.
00:08:26: Das war irgendwie alles sehr schwierig und auch komplex wieder!
00:08:30: Und ich schätze das sehr, dass es euch gibt und dass man euch wirklich jederzeit anrufen kann, egal ob's um... uns als Pflege geht oder Patienten oder Patientinnen, also auch da.
00:08:44: Also ich weiß nicht wie es dir geht oder wir haben ja ungefähr zur gleichen Zeit gelernt.
00:08:49: Wir arbeiten schon eine ganze Weile in der Pflege und dieses Thema ... Ich als Pflegefachkraft auch Unterstützung für mich hole.
00:08:59: Weil aufhört man ja so, ah Mensch wie machst du das?
00:09:02: und toll?
00:09:03: So eine schwere Arbeit!
00:09:05: Ja genau ich mach das alles ist es macht aber auch was mit mir Und ich sag mal so Es gibt Situationen die kann keiner gut verarbeiten, aber dann zu wissen ich habe da eine Anlaufstelle.
00:09:19: Da geht es vielleicht um einmal ein Gespräch oder auch mehrere, dass man muss es und sollte es ja nicht alleine aushalten weil wir müssen ja ziemlich lange arbeiten bis zur Rente und das zu wissen ist schon der Leichterung betroffen ist man immer Und
00:09:36: ich glaube, das ist auch so ein entscheidender Punkt.
00:09:38: Es gibt einen Satz, der heißt wer andere Menschen begleitet muss auch selbst gut begleitet sein und insofern ist uns das wichtig für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung zu stehen weil oftmals sind es ja wirklich schwierige Situationen wo man einfach nochmal was aussprechen muss wo man noch mal drauf schauen will.
00:09:57: und da sind wir halt als Seelsorgerinnen und Seelsorgern die von außen ins System kommen aber auch zum System gehören eigentlich gute Ansprechpartner für euch.
00:10:07: Vor allen Dingen auch niederschwellig, weil wir eigentlich relativ gut greifbar sind im kurzen Anruf.
00:10:13: Ja und ihr seid
00:10:13: neutral in dem Fall!
00:10:14: Ganz
00:10:14: genau.
00:10:15: Das war mir damals wichtig dass es niemand ist der in der Situation mit drin hängt sondern ich wollte einfach mal eine neutrale... Ja, absolut.
00:10:27: Aber wer begleitet euch denn?
00:10:29: Also bei uns ist es so dass wir natürlich auch supervisorisch bekleidet werden als Seelsorgerinnen und Seelsorgern.
00:10:35: das ist auch fest institutionalisiert mit unserer Anstellung hier in der Klinik.
00:10:40: also unser Arbeitgeber das ist ja der Bischof beziehungsweise das Evangelische Decanat hier dafür sorgt dass wir uns supervisorich begleiten lassen und das ist einfach sehr wichtig.
00:10:52: Und so haben wir auch Kraft, diesen Dienst zu tun sein.
00:10:57: Der Weltrat,
00:10:58: ihr fangt ja halt auch viel... Ich sag jetzt einfach mal Negatives auf, ob das jetzt gut ist?
00:11:05: Die Trauer ist und das landet dann bei euch.
00:11:09: Genau, genau.
00:11:10: Deswegen ist es schon gut, dass ihr da auch so unterstützt werdet.
00:11:13: Genau.
00:11:14: Wie gesagt, wir werden nicht müde auch euch zu unterstützen weil das ist mir immer ein Anliegen deutlich zu machen, wenn's um die Patientenversorgung geht alle da so ein Stück gemeinsam unterwegs sind.
00:11:27: Und wenn wir das Thema Spiritualität vielleicht noch anschneiden, ist mir immer wichtig deutlich zu machen dass die Sorge um die Seele oder Stichwort Spiritualität nicht nur unser Auftrag ist als Seelsorgerin und Seelsorgers sondern dass alle Berufsgruppen da eine Sensibilität für haben und auch eine Kompetenz haben und dass wir gemeinsam unterwegs in Wohle sind.
00:11:52: Das führt es wohl des Patienten.
00:11:55: Ja, weil kann ich die Situation abschließen?
00:11:59: Bin ich ja auch wieder bereit mit einer gleichen Kraft für den nächsten.
00:12:03: also wenn man das immer so aufspart und sich dann nicht gut Begleiten lässt oder sich da, ich glaube weil das reduziert sich dann und dann stellen sie sich ja oft.
00:12:13: Das hatten wir glaube ich alle mal oder ich auf jeden Fall begegnet die mich wirklich erschrocken haben im Umgang Und mich wirklich dann betroffen machen wie Schade eigentlich für die versorgende Person Legefachkraft in so einer Situation mich dann auch noch anzugehen und zu sagen, hey du regierst jetzt voll über oder mein Gott was hier wie hast du dich?
00:12:33: Das macht mich fand ich noch viel schlimmer.
00:12:35: Und da hab' ich es recht los geheult ungefähr ne also jeder unterschiedlich keine Frage aber Ähm, schade eigentlich.
00:12:42: So gerade du brauchst also würd ich dir wünschen?
00:12:45: Ja egal welchen Weg dich begleiten zu lassen.
00:12:48: Man sagt ja nicht umsonst gemeinsam sind wir stark.
00:12:51: Ja total.
00:12:52: Also aus
00:12:52: vielen Richtungen zusammen und dann kann auch was Gutes rauswerden.
00:12:56: Ja wie sind viele genau!
00:12:57: Also das ist mein Lieblingssatz... Wie sind viele?
00:13:01: Wir sind so eine riesen Unternehmensnummer einfach so.
00:13:04: Also grade im palliativen Kontext ist es ja auch so die die die Marschrichtung zu sagen, hier wir müssen uns gemeinsam auf den Weg machen.
00:13:13: Weil jede Berufsgruppe ihren eigenen Blickwinkel mit einbringt, jede Berufskruppe ihre eigene Kompetenz und wenn wir das wirklich ernst nehmen diese Interdisziplinarität dann ist es auch für den Patienten dann sehr förderlich und wohlt wohnt weil um ihn geht's.
00:13:31: ja
00:13:33: der palliative Bereich macht das schon gut vor
00:13:36: Genau.
00:13:37: Es wäre
00:13:37: wünschenswert, dass es überall so läuft aber das ist ja auch einfach durch die Umstände schwierig.
00:13:45: Ja da sind ja Schnelligkeit einfach auf manchen Bereichen nicht machbar.
00:13:48: also die Notaufnahme zum Beispiel.
00:13:50: ich glaube da werdet ihr bestimmt auch als eine so notfallsituation traumatische geschichten genau.
00:13:56: also wir hatten dann noch eigentlich nur frage Und zwar ist einfach, du hattest ja schon gesagt und betont es auch dass die Seelsorge auch für die Pflege da ist oder vor allen Dingen sie wollte diese Lücke irgendwie schließen.
00:14:07: Ich glaube auch mehr Bewusstsein dafür schaffen und deswegen war jetzt eigentlich so nochmal was wir wissen wollten ist die Seel Sorge also in der Pflege nur Luxus oder absolute Pflicht?
00:14:18: Was denkst Du?
00:14:19: Also... Ich würde sagen, dass die Sorge um die Seele eigentlich immer eine Rolle spielt.
00:14:25: Und jetzt rauszukommen aus dieser Engführung nur die Seelsorgenden sind für die Seilsorge zuständig sondern es geht um diese spirituelle Dimension in der Patientenbegleitung Und das ist das, was mir einfach wichtig ist.
00:14:40: Dass das von allen Berufsgruppen ernst genommen wird.
00:14:43: Also im Moment ist es Thema Spiritualität ja in aller Munde und keiner weiß so genau, was ist eigentlich Spiritualität?
00:14:51: Es gibt viele Definitionsversuche.
00:14:53: Es geht irgendwie um Transzendenz, es geht um Werte ,es geht um innerliche Einstellung .Es geht um Religion.
00:15:01: Ich übersetze des Themas Spiritualität ganz gerne mit dem Stichwort Kraftquellen und Ressourcen.
00:15:08: Also was sind meine Kraftquelle?
00:15:10: Was sind meine
00:15:10: Ressoursen?".
00:15:12: Und wir müssen uns immer wieder vergegenwärtigen, wenn wir mit Patienten unterwegs sind die hier bei uns aufschlagen.
00:15:18: Die sind rausgerissen aus ihrem normalen Alltag und dann werden eben diese existenziellen Fragen gestellt.
00:15:28: und dann geht es darum ja, was gibt Kraft in dieser Situation?
00:15:36: würde ich als diese spirituelle Dimension übersetzen.
00:15:40: Und da sind wir alle Berufsgruppe zuständig dafür, eine Sensibilität zu entwickeln und dafür offen zu sein und den Patienten auf diese Art und Weise auch anzusprechen also diese spiritelle Dimension im Blick zu halten.
00:15:57: wenn man sich die Leitlinien anschaut S-III Leitlinie, palliativ Medizin.
00:16:02: Dann wird es ja auch ausdrücklich genannt.
00:16:05: also das ist nicht nur um die physische und soziale Dimension des Menschen geht sondern es geht auch um diese spirituelle Dimension.
00:16:13: dafür sind alle Berufsgruppen zuständig und dafür eine Sensibilität zu entwickeln darf daran arbeiten wir dafür wollen wir auch ermutigen und alle Berufskruppen dafür ich sage jetzt mal auch begeistern
00:16:26: sind schon begeistert.
00:16:27: Also es ist schon länger glaube ich, wenn wir reden ja auch so oft rüber und in unseren Pflegevisiten ist das halt schon immer wieder ein Thema.
00:16:38: Da haben wir halt auch mal Zeit um nachzufragen was macht sie glücklich?
00:16:43: Worauf schöpfen Sie Kraft zu Hause?
00:16:45: wie können Sie abschalten und versuchen das natürlich mit in diesen Kliniksalterg zu bringen?
00:16:51: also sei Bilder von den Kindern oder sei es vielleicht einfach ein Waldduft, der an dem Wald erinnert?
00:16:59: Oder
00:16:59: ... Ja.
00:17:00: Ich hatte jetzt auch wieder so jemand... Die hatte schon ihre Bilderrahr mit göttlichen... Wie nennt man das?
00:17:09: Göttlichen Fresken oder so?
00:17:11: Iconen?
00:17:11: Ikonen
00:17:11: genau!
00:17:13: Und die war so... Habe ich lange nicht gehabt.
00:17:17: Ich brauch nichts, ich hab alles und dann hat sie mir einfach das gezeigt und Gott.
00:17:20: Und dann hatte es ihr wirklich lange nicht mehr so aus vollster... Das war ihre Kraftquelle und das hat die auch jetzt die ganze Zeit so beibehalten.
00:17:30: Sie finde ich jetzt nicht mehr oft
00:17:33: vor.
00:17:33: dass jemand so offen und natürlich das teilt muss ja auch nicht sein.
00:17:39: manchmal sieht man's nur an der Kette vielleicht oder so.
00:17:42: aber Ja, es sind mittlerweile auch so gar nicht religiöse Geschichten, die Kraft geben.
00:17:48: Sondern wie du schon sagst ... Das
00:17:51: ist oft der Sport bei den jungen Patienten.
00:17:55: Der macht morgens zehn Minuten mit der Faszinrolle irgendwelche Übungen und das ist für ihn einfach so.
00:18:00: ich komme jetzt runter Ich bin ganz bei mir Und dann kann die Therapie losgehen.
00:18:05: Also
00:18:05: gibt's ja verschiedenste Varianten aber das begegnet uns glaub ich schon immer allen hin und wieder mal dass die Patienten oder die Patientinnen, denen das bewusst ist.
00:18:18: Wo sie ihre Kraft hernehmen da einfach ein bisschen wie nennt man das denn so gefestigt?
00:18:26: Das was ihr eben gerade beschrieben habt is aus meiner Perspektive spirituelle Bekleidung weil er schaut nach den Ressourcen, er schaut Und ich glaube allein, dass ihr darauf aufmerksam macht.
00:18:39: Allein das ihr es ins Gespräch bringt hilft den Patienten in dieser Situation gesehen zu werden.
00:18:46: Ich glaube, das ist das allerwichtigste, dass wir uns vergegenwärtigen.
00:18:50: Das ist eine Ausnahmesituation und dass wir diesen Situation wirklich dafür sorgen, dass wird ein Patient in seiner Ganzheit wahrnehmen, ihn drauf ansprechen oder... wie es so schön heißt, in Resonanz gehen.
00:19:03: Und wenn du jetzt eben gesagt von gesprochen hast ich sehe dass da ein Kreuz ist, ich sehe das der seine Ikonen dabei hat dann kannst du natürlich auch achtsam einfach dran vorbeigehen sagen interessiert mich nicht aber du kannst was sagen ach ich seh das und Rückzug bist du dann mit dem Patienten ins Gespräch rührst an seinen Kraftquellen an und machst im Prinzip dann ich sage jetzt mal spirituelle Begleitung Und in dem Kontext ist natürlich dann auch immer wieder möglich zu fragen, ah ich sehe sie haben eine Ikone.
00:19:32: Sie haben ein Kreuz, das ist ein Engel gegebenenfalls auch das Angebot der Seelsorgen noch mal ins Gespräch zu bringen.
00:19:39: Wir haben auch Seelsorgern und Seelsauger da aber in aller Freiheit, in aller Offenheit dass die Patienten selbst entscheiden braucht er es oder braucht er nicht?
00:19:49: weil das ist halt auch immer noch so wenn man So seelsorge anbietet dass der ein oder andere dann so zusammenzugt und denkt, oh ist es jetzt schon soweit?
00:19:58: Ich bin auf meinem letzten
00:19:59: Tag.
00:20:00: Ich muss den Priester anrufen ... Genau!
00:20:02: Die
00:20:03: letzte Balsamierung!
00:20:06: Gibt's das noch so?
00:20:07: Es gibt das Ritual-der-Krankensaalbungen.
00:20:09: Das machst du auch.
00:20:10: Das machen wir, bieten wir auch an genau.
00:20:13: Und das ist ja im engeren Sinn auch noch mal spirituelle Bekleidung, dass wir sagen okay da kommt das redikulöse Explizit ins Gespräch Und da könnt ihr dann auch an uns verweisen und Menschen, Patientinnen und Patienten nochmal auf eine andere Art und Weise begleitet sehen.
00:20:33: Wie ist das denn?
00:20:34: Also ich glaube jeder der Nervleger arbeitet kennt dass wenn man Patienten vielleicht schon ein bisschen länger begleitet und merkt den Würde vielleicht in Gespräch mit jemand Neutralem nenne ich es jetzt einfach mal gut tun dürfen wir euch kontaktieren und euch da einfach vorbeischicken.
00:20:55: Das ist halt immer so eine zweischneidige Angelegenheit,
00:20:59: ne?
00:20:59: Ja das
00:21:00: ist ein heißes Eisen.
00:21:01: Also ich bin dann eher ein Freund der Transparenz und zu sagen hier, ich biete es ihnen jetzt einfach an dass mal jemand von der Seelsorge vorbei kommt.
00:21:13: Der Patient selbst In der Situation dann vielleicht erst mal so ein bisschen überrascht und wie es eben angedeutet hat, vielleicht verängstige Ure muss ich jetzt mit der Seelsorge sprechen.
00:21:24: Aber da ist Präsenz ... Da ist Transparenz eigentlich das Gebot der Stunde sag' ich jetzt mal so.
00:21:33: Und letztlich muss man dann vielleicht auch akzeptieren dass der Patient auch anders entscheiden kann und sagt Ich brauch's halt jetzt doch nicht Aber anbieten kann man es auf jeden Fall.
00:21:50: Hast du denn, also ich denke immer noch so ein bisschen auch im palliativen Setting?
00:21:53: Ich hatte dahingehend eigentlich zu meinen intensivsten Berührungspunkten mit der Seelsorge gerade auf Stationen die Verabschiedung.
00:22:02: Also eine weiß nicht ob das viele kennen aber wenn jemand verstirbt dann kann man nochmal in Familienkreis am Bett der Patientin den Patienten in Begleitung von Seelsorgen oder evangelischen und katholischen Dienst so eine Verabschiedung machen, Familie.
00:22:20: Und da darf man als Pflegekräft oder ist gewünscht auch dazukommen.
00:22:24: und wenn ich daran denke immer noch es war einer der schönsten Momente und ich möchte jetzt auch mal sagen weil es gibt auch so viel Schönes in solch schmerzhaften und ich werde das nie vergessen Ich weiß nicht mehr genau den Namen von ihr Es waren evangelische Verabenschiedungen Und es war so schön geleitet und begleitet, da fängt das ja schon an auch mit der Verarbeitung.
00:22:45: Auch etwas Schönes und befriedigend ist in solchen Situationen zu sehen.
00:22:48: Genau!
00:22:49: Das ist ein wichtiger Dienst denn wir natürlich anbieten deshalb haben wir die Bereitschaftszeiten von acht bis zwanzig Uhr dass wir dann eben dazu kommen wenn jemand verstorben ist und Angehörige dann zu dem Ritual der Ausegnung zusammenfüllen.
00:23:04: Und es sind wirklich dann oft sehr berührende Momente, weil man eben am Sterbebett nochmal gemeinsam betet.
00:23:12: Gemeinsam sich erinnert, gemeinsam rückschaut das Ganze dann auch noch mal mit einem Gebet und einem Segen zusammenfasst und dadurch – du hast es eben angedeutet schon so ein bisschen den Weg in die Trauer ebnet.
00:23:29: also Man spricht dann oft von wichtigen Trittsteinen, die in dieser Situation gelegt werden.
00:23:35: Damit Angehörige dann auch gut mit dem Verlust ihres Verstorbenen umgehen können, genau.
00:23:42: Da darf man schon nah an die Familie ran ... In so Situationen.
00:23:46: Also ich war im Hospiz sowie auf Palliativ.
00:23:50: Bei uns auch einmal auf Station tatsächlich dabei?
00:23:54: Das ist wie du sagst schon sehr intensiv!
00:23:59: Es ist ja wirklich so, dass ihr als Pflegekräfte am allernächsten an den Patienten an seid und teilweise über siehle Wochen die begleitet.
00:24:11: Und insofern finde ich es dann immer wieder schön, wenn Pflegekäfte auch mit bei der Aussegelung dabei sind.
00:24:17: Das bieten wir immer auch an.
00:24:21: Ja, also ich hab so auch Nabber machen als Pflege gekauft.
00:24:23: Das ist das so ein bisschen meine ... Wo ich mal denke, hey, da hat's nicht viel gebraucht und dachte, ja, das war gut!
00:24:31: Und dann legt ihr mir die Hand auf die Untertasche wie was?
00:24:34: Dann habe ich einfach losgeheult.
00:24:37: Aber es war so... Hey, ich bin gar nicht traurig.
00:24:39: Ich bin irgendwie ganz ergriffen, aber es ist gut.
00:24:43: Und dann muss man sich trotzdem sammeln, wissen wir alle, und dann gehts weiter.
00:24:47: Der Moment war schon ... Ich hätte noch eine Frage auf jeden Fall, Steffen.
00:24:51: Du begleitest die Leute auch ziemlich lange.
00:24:53: oder hast du vielleicht auch Momente wo sagst du begleite ich schon so lange?
00:24:59: wird der oder diejenige wirklich mal ja abschließen können?
00:25:02: Oder ist das auch wie so eine dauerhafte Verbindung, die du da eingehst?
00:25:07: also gibt es so Personen oder Begleitende, die über Jahre schon hinweg und
00:25:14: Es ist ja so, dass die Begleitungen relativ unterschiedlich sind.
00:25:18: Manchmal ist es einfach nur ein Touch und ein Go.
00:25:20: Also kurzer Kontakt zu Patienten.
00:25:24: Dann gibt's Patienten, die ich mehrere Jahre bekleide also vielleicht zum Kontext einer Organtransplantation, die immer wieder hier auftauchen oder Tumorerkrankung wo die Bekleidung über mehrere Jahre statt läuft sag ich jetzt mal so Und diese Menschen wachsen einem dann ja auch schon so ein Stück ans Herz, sag ich es mal so.
00:25:45: Weil man eine lange Wegstrecke mitgeht und natürlich muss man dann so ein stückweit vorsichtig sein zu sagen hier Patienten können nicht uns hat man Seelsorger mit auf den Weg gegeben.
00:25:57: Auf der anderen Seite finde ich das aber auch ein Zeichen dass es halt um Menschen geht mit denen wir unterwegs sind dass wir gemeinsam unterwegs sind Begleitet man die Menschen, nimmt sie dann auch so ein Stück weit mit.
00:26:12: Aber das ist dann auch das Schöne an dieser Arbeit und es habe ich ja am Anfang auch gesagt – wir alle – und ich dachte, ließe ich euch jetzt auch ein Wir sind mit Menschen unterwegs und was kann's eigentlich Schöneres geben?
00:26:26: Dass wir da gemeinsam noch einmal das Geheimnis des Lebens berühren dürfen.
00:26:32: Ja wie würdest du das denn beschreiben, das Geheimnis des Lebens?
00:26:35: Das hast du jetzt schon so, muss ich dich mal fragen.
00:26:37: Ja also
00:26:38: für mich ist es so diese Individualität eines jeden Menschen zu spüren die einzigartigkeit.
00:26:46: jeder is in sich eine person letztlich auch nicht grundsätzlich greifbar aber man kommt miteinander in Kontakt das geschieht ne Resonanz und Das ist einfach spannend, diese Vielfalt dann auch zu erleben.
00:27:04: Diese Individualität und das macht es einfach spannend.
00:27:08: Du nix?
00:27:09: Ja!
00:27:10: Es spiegelt sich so unsere Arbeit wieder.
00:27:12: Ich glaube, bei mir auf jeden Fall jeder Patientin ist einfach anders.
00:27:20: Auch wenn's vielleicht die gleiche Diagnose ist aber der Mensch dahinter ist jedes Mal völlig individuell macht es für uns spannend und herausfordernd, schön lustig und traurig.
00:27:32: Also das ist so ein richtiges Überraschungspaket.
00:27:37: Und das ist ja auch der Grund, warum wir den Podcast machen?
00:27:40: Ja, das stimmt!
00:27:40: Wir wollen ja möglichst viele erreichen.
00:27:44: Insofern ... Ist ein Beruf eben im Gesundheitswesen so eine tolle Sache.
00:27:51: Das halt im Moment die Rahmenbedingungen sind wie du sind, ist natürlich einfach sehr schade.
00:27:56: aber dass wir da einfach gemeinsam dran weiterarbeiten, an gleichen Enden ziehen.
00:28:03: Also gemeinsam schauen und sich das verbessert um für die Menschen da zu sein.
00:28:09: Das finde ich einen ganz wichtigen Punkt Steffen weil genau wie schon in diesem Rad drin sind diesen Stationsalltag zu wuppen und man sich darin nicht verlieren darf in den Herausforderungen die einem da gestellt sind sondern sich wieder auf das besinnt, was unsere Arbeit ausmacht.
00:28:30: Wenn man so ganz, ganz, bitte soll sich keiner in der Akademisierung jetzt auf den Fuß getreten fühlen.
00:28:36: Zurückschaut war die Schwester, die Pflegeperson damals wirklich auf so grundlegende Sachen und Arbeiten beschränkt.
00:28:48: Und da war bestimmt definitiv auch ein bisschen mehr Ruhe.
00:28:51: Jetzt ist es ja viel interdisziplinärer und durch andere Faktoren auch gesteuert.
00:28:57: Da ist es dann, glaube ich manchmal schwierig diese Individualität zu halten.
00:29:00: Das schafft man nicht.
00:29:01: also da kann ich aus Erfahrung sprechen das schafft mir nicht immer.
00:29:04: Es ist auch in Ordnung.
00:29:06: Man muss hier im richtigen Moment auspacken und da ist es toll dass wir dann auf jeden Fall auch als Pflegefachkräfte wissen Wir sind nicht allein und wir können auf dich zurückgreifen oder auf meine liebe Tatjana mit der ich ansprechen kann.
00:29:19: Also privat kann, hab ich nicht für Leute mit denen ich über so was sprechen kann.
00:29:22: Das ist aber auch gar nicht so schlecht ne?
00:29:25: Das ist halt so ein Job der geht ja ins Privat, das so ein bisschen zumindest.
00:29:30: Also ich weiß nicht wie viel ... hast du jetzt mal irgendwie so eine der Berufs... Der Beruf, aber wie viele Freunde... Ich habe nicht so viele Freunde aus dem Gesundheitswesen, also vielleicht gar nicht zu schlecht
00:29:39: Bei mir doch in Großzahlen
00:29:41: Ja und geht's dann oft darum auch.
00:29:44: Ach, es kommt drauf an.
00:29:45: Natürlich spricht man schon mal drüber, wenn jeder arbeitet in einer anderen Fachabteilung und es sind schon des öfteren Margespräche über schwierige Situationen einfach glaube ich um den Ballast mal loszuwerden weil man halt weiß das gegenüber kennt die Situation da ist einfach Verständnis dafür dar.
00:30:06: Ich bin tatsächlich stets bemüht, es nicht immer so ausschweifen zu lassen.
00:30:11: Weil ich immer denke, privat ist Privat und Arbeit ist Arbeit.
00:30:16: Ja, ich meine, Tasha ... Wir tauschen uns da schon aus.
00:30:19: Wir sind uns dagegen seite schon eine Stütze einfach was das angeht.
00:30:24: Das ist auch gut so.
00:30:25: aber ich muss jetzt nicht in meinem ganzen privaten Umfeld nur über die Arbeit sprechen.
00:30:32: Ich glaub, entscheidend ist es, dass man Räume hat.
00:30:34: Wo man Sachen einfach aussprechen kann, die einen belasten ... Die man auch an der einen oder anderen Stelle mit heim nimmt.
00:30:42: Deshalb noch mal dieses Diktum, wer andere Menschen begleitet muss sich selbst gut begleiten lassen und es weiter aufzuschauen wo hab ich einen Ausgleich?
00:30:52: also was tut mir dann außerhalb der Klinik gut?
00:30:56: durch ein Hobby?
00:30:57: Durch etwas, wo ich mit Leidenschaft dabei bin.
00:31:00: Ich sage immer, manchmal meine Aufmerksamkeit auch wo ganz anders hinwenden kann um dadurch wieder meinen Akku aufzuladen und tätig sein zu können.
00:31:13: Ja das stimmt was machst du hobbymäßig?
00:31:15: Also für mich ist die Musik ein wichtiges Mittel um abzuschalten, ich gehe regelmäßig wimmen also nicht bewegen les gerne und es sind dann so Räume wo ich abtauchen kann um Kraft zu schöpfen für die Arbeit hier.
00:31:31: Was gibt es denn für Möglichkeiten, wenn man jetzt einen Gottesdienst besuchen möchte?
00:31:36: Findet der hier statt an der Klinik?
00:31:38: Also wir haben ein regelmäßiges Gottesdienstangebot.
00:31:42: Also Dienstags nachmittags um vierzehnhundertreißig haben wir die ökumenische Andacht in der evangelischen Klinikkirche.
00:31:49: Am Donnerstag nachmittag feiern wir um fünfzehnhundertdreißig einen katholischen Gottesdienst in unserer Katholischen Klinikirche.
00:31:56: Samstagsabend, um siebzehn Uhr gibt es dann auch noch mal den Katholische Gottesdienste und in der evangelischen Klinekirche werden regelmäßig dann auch Noch-Gottesdienster angeboten.
00:32:09: dazu muss man dann den Ausrang beachten.
00:32:12: Genau diese Gottesdienten werden auch auf die Patientenzimmer übertragen Auch wenn die Qualität nicht ganz so gut ist.
00:32:19: Aber da besteht dann immer auch die Möglichkeit, zu den Zeiten der Gottesdienste von Bett aus mitzufeiern.
00:32:28: Und halt immer wieder die Möglichkeit dass wir gerufen werden können so den Patienten um individuell mit den Patienten am Bett ein Gottesdienst zu feiern gemeinsam zu beten und einen Segen zu empfangen.
00:32:43: Ja sehr wichtige Information das es auch vom Bett ausgeht.
00:32:47: Irgendwie brennt mir noch eine Frage.
00:32:50: Ich muss jetzt mal fragen, ob wir das gibt's weiß
00:32:52: ich nicht.
00:32:54: Also ich mein Kraftquelle hin oder her diese Spiritualität?
00:32:58: Ich finde es auch so spannend.
00:33:00: und hattest du denn mal ein spirituelles Erlebnis?
00:33:03: also wenn das so doll ist sag ruhig.
00:33:05: aber wo du sagst da war ich jetzt meinem spirituellen ganz nahe und es ist ja sowas besonderes weil also ich hatte das schon auch mal im berufs erleben, wo ich schon auch so was gespürt habe.
00:33:17: Ich bin da jetzt mal ganz ehrlich also irgendwie... ich bin da vielleicht auch offen für oder ich weiß nicht wie es beschreiben soll.
00:33:23: Ich will da jetzt nicht so abgelöse Space sein aber irgendwie schon.
00:33:27: und hattest du das auch mal?
00:33:29: Also ich würde einmal ein Beispiel nennen.
00:33:33: oder ein Grundbeispiel ist dass man halt manchmal einfach spürt man isst am richtigen Ort.
00:33:39: Es hat sich einfach gefügt, dass man jetzt in diese Situation hineingerufen worden ist.
00:33:44: Oder?
00:33:45: Man spürt auf einmal ... Ich bin nicht den Weg nach links gegangen, sondern nach rechts und hab dann auf dem rechten Weg jemand getroffen für den genau richtig war, das ich da gewesen bin.
00:33:57: Dass ich da etwas zusammenfügt in Anführungszeichen.
00:34:01: Das sind so für mich spirituelle Momente oder ich erinnere mich an eine ... In der Corona-Zeit war es ja wirklich so, dass Patienten keinen Besuch empfangen durften und die waren streng abgeschirmt gewesen.
00:34:15: Und da wurde ich auch einmal per Telefon von Angehörigen gebeten jemand zu besuchen, der dann auch schon sterbend gewesen ist.
00:34:24: und dann komme ich in das Zimmer rein Und in meinem Beisein verstirbt der Patient und die Sonne geht auf einmal auf.
00:34:31: Also das sind ja dann so
00:34:32: Momente,
00:34:33: wo man spürt, da gibt's noch etwas, da ist noch jemand anders im Spiel.
00:34:38: für mich ist es eben Gott, der seine Finger im Spiel hat, sag ich jetzt mal ganz platt und dafür einfach offen und transparent zu sein, dass das entscheidend wird.
00:34:51: Ja, vielen Dank für das Teil dieses Momentes.
00:34:55: Ich darf mir die Zeit verflug jetzt
00:34:56: so und ... Ja, ich bin auch
00:34:57: echt überrascht!
00:35:00: Und vielen, vielen dank dass...
00:35:02: Moment mal, ich habe noch eine Frage.
00:35:05: Weißt du sonst fragt sie mich immer, oder?
00:35:07: Es ist nur noch ne Frage.
00:35:09: Komm her raus.
00:35:10: Jetzt
00:35:10: erzählt mit doch mal was sind denn diese Ikonen?
00:35:16: Also das sind so ... Ich überlege jetzt seit zwanzig Minuten, aber das sind einfach so.
00:35:24: meine Maria zum Beispiel oder ein Heiliger Georgius.
00:35:30: Also es gibt von allen heiligen spezielle Abbilder.
00:35:33: die sind vor allem im griechischen orthodoxen Bereich sehr wichtig und es sind einfach heilige Bilder Und ich kann dir ja mal eine mitbringen und dann siehst du, hast du ein Bild davon.
00:35:45: Sehr gut!
00:35:46: Die Frage
00:35:46: hat mich jetzt gequert, weil ich sie wusste...
00:35:48: Und wie ihn ganz dringend in die katholische ... ähm ...
00:35:51: Genau.
00:35:52: Hier, hier wollte ich ... Kapelle?
00:35:53: Ja, Kapelle.
00:35:55: Dann verabreden wir uns zum Espresso und gehen anschließend in den Kapel.
00:35:58: Das ist klar, was ich gemacht habe.
00:36:01: Perfekt das Ende.
00:36:02: Vielen Dank, dass du da warst.
00:36:04: Danke euch.
00:36:05: Mach's gut.
00:36:06: Bis bald.
00:36:07: Tschüss.
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