#10 Fatigue: Mehr als nur Erschöpfung

Shownotes

Das plötzliche Auftreten von extremer Müdigkeit und Erschöpfung ist keine seltene Begleiterscheinung für Krebspatient:innen. Chemotherapie und die dazugehörigen Nebenwirkungen gehören zu den möglichen Ursachen. Welche Strategien füllen die Energiereserven von Körper und Geist wieder auf? Die Meenzer Onkoschwestern klären auf und haben bewährte Tipps.

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Ein Podcast der Unimedizin Mainz. | Postproduktion und Musik: Jan Springer

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Transkript anzeigen

00:00:12: Die Mensa Onko Schwestern.

00:00:13: Ein Podcast der Universität Swincy Mainz mit Tatjana und Natascha.

00:00:23: Hallo und herzlich willkommen zu unserem Podcast, die Mensa

00:00:27: onko-Schwestern!

00:00:28: Heute tauchen wir an ein Thema ein das so unsichtbar wie allgegenwärtig ist – Fatigue.

00:00:34: Er schöpft aber nicht hoffnungslos.

00:00:36: wollen wir euch zeigen welche Strategien und Energiereserven wieder auffüllen?

00:00:41: Ja was is eigentlich Fatigue?

00:00:43: Jeder fühlt sich im Laufe seines Lebens immer mal wieder müde, ausgelaugt und kraftlos.

00:00:48: Aber dafür gibt es ganz verschiedene Gründe – körperlich wie auch seelischer Art.

00:00:53: Und dieser Zustand kann halt kürzer oder länger andauern.

00:00:57: Es gibt jedoch eine Art von Müdigkeit und Erschöpfung die sich von normalen Maß deutlich

00:01:02: unterscheidet.".

00:01:03: Also ich würde gerne ganz kurz eingreifen, dass keiner verwirrt es.

00:01:07: Wir sprechen heute natürlich von tumor-assoziater Fatigue.

00:01:10: Es gibt mehrere Fatiguearten die auch MS Patienten und so weiter betreffen aber wir sprechen speziell von tumor assoziator fatigue.

00:01:19: Ja absolut richtig!

00:01:20: Aber die Experten benennen das immer noch als Fatigue weil Durch Corona hat Jana wahrscheinlich, dass man da ja auch unterscheidet.

00:01:30: Es gibt ja

00:01:30: durchaus mehrere Krankheiten, wo diese Symptome oder diese Nebendiagnose auftaucht

00:01:35: ... Genau!

00:01:37: Aber bei Krebspatienten ist es halt speziell dem Krebs geschuldet.

00:01:42: Richtig.

00:01:43: Da sind wir schon direkt bei der Ursache für Fatigue und dann müssen wir uns nicht immer wiederholen, welche Fatigue wir meinen?

00:01:51: Also, Ursachen sind beschrieben als die Chemotherapie an sich.

00:01:56: Die Bestrahlung und die Anämie zum Beispiel auch also alles was so im Therapierregime so als Nebenwirkung auftritt kann diese Erschöpfung die halt über das Maß hinaus dann ausgelöst wird verursachen.

00:02:13: Man bezeichnet es einfach als extreme Müdigkeit, Erschöpfung.

00:02:16: Dass man halt nicht wie gewohnt nach dem Schlafen sich erholt fühlt sondern aufsteht und immer noch völlig erschöpft ist.

00:02:24: Die Gekrebserkrankungen kann sich einmal verschiedene Symptome, die die Fatigue auslöst.

00:02:31: Und hier sind aber auch die Schlafstörungen, eine Mangelernährung zu nennen, Hormonmangel oder psychische Folgen, die Angst und alles, was sich als depressive Verstimmung äußert.

00:02:47: Sie tritt eher plötzlich auf, völlig gegensätzlich zur Anstrengung... Also es hat jetzt nichts damit zu tun, dass man Sport gemacht hatte und es dann völlig erschöpft.

00:02:58: Sondern das kann aus dem Nichts heraus auftauchen.

00:03:02: Dass man aufm Sofa sitzt zum Beispiel beim Fernsehen gucken und merkt ich bin völlig fertig Ich will mich eigentlich nur noch hinlegen und schlafen obwohl ich gerade gar nix getan habe.

00:03:12: also so wird's von den Patienten ganz oft beschrieben dass es aus dem nicht kommt.

00:03:16: Nahrtageszeit unabhängig auch direkt morgens grad mal die Hose angezogen Wollt man sich ein Kaffee machen und dann möchte man sich eigentlich schon wieder hinlegen.

00:03:26: Und schlafen?

00:03:27: Ja, das beeinträchtigt natürlich den Alltag.

00:03:31: Immens ja!

00:03:31: Genau

00:03:32: viele sind ja also... Man muss vielleicht dazu sagen dass die Fatigue nicht nur während der Therapie auftritt sondern auch noch lange danach Begleiter sein kann Wochen- und Monate sogar.

00:03:47: Dann sollte sie allerdings verschwinden kann aber auch in ne chronische Fatigue übergehen, die quasi bleibt langanhaltend einfach da ist.

00:03:58: Das ist ziemlich schwierig für den Betroffenen hier ja ärztlich unterstützt eine Diagnose zu erhalten.

00:04:08: Ich hatte schon mal so ein Erlebnis Da wurde das stationär auch sichergestellt Aber der Hausarzt wollte das dann irgendwie auch nicht so diagnostisch festlegen.

00:04:19: Oder konnte es nicht, weil's da tatsächlich ... dass nicht so einfach ist?

00:04:23: Aber das springt jetzt auch so meine Fachkompetenz.

00:04:27: Wir wollen uns ja heute... Ja, aber

00:04:28: das vergetet mir auch oft.

00:04:29: Also

00:04:29: dieses ... Genau!

00:04:31: Ich will nicht sagen, Angst die Diagnose zu stellen.

00:04:33: Aber viele Ärzte tun sich schwer damit, die Diagnose vertickt dann tatsächlich aus Papier zu bringen.

00:04:39: Es ist ein Unterschied zur Depression.

00:04:41: Das muss man ganz klar sagen.

00:04:42: Deswegen auch hier noch mal direkt am Anfang dass die Antidepressiva bei einer Fatigue nicht wirken das sind ganz andere Ansätze.

00:04:51: es sei denn jemand hat eine Diagnostizite Depression, dann helfen natürlich die Antidepressiva.

00:04:57: Aber auch hier ärztliche Beratung unbedingt notwendig und wir wollen uns heute darum kümmern oder uns darüber unterhalten.

00:05:06: was können sie könnt ihr dagegen tun?

00:05:09: Was hilft mir ja diese Zeit zu überbrücken und gut für mich zu strukturieren so dass man den Energiehaushalt auch sage ich mal nicht überlastet aber auch nicht unterlastet.

00:05:23: Ja, wir wollen versuchen da auch nochmal eine Brücke zu bauen.

00:05:25: Einfach zu den drei Ebenen die es hauptsächlich betrifft das ist einmal die körperliche Ebene, die geistige und die seelische Ebene.

00:05:34: Da gehen wir gleich einfach noch mal ein bisschen drauf ein Tauschen uns aus über Erfahrungsberichte vielleicht kurze Tipps dazu.

00:05:41: Vielleicht findet der ein oder andere einfach nochmal so'n paar Denkanstöße was man testen kann Was einem gut tun könnte Oder hat auch vielleicht einen Aha-Effekt.

00:05:52: Es ist gar nicht so viel, muss ich sagen.

00:05:56: Man kann eine Menge tun aber vieles ist auch ziemlich schnell erklärt.

00:06:01: Vieles lässt sich tatsächlich in den Alltag integrieren.

00:06:05: also man muss natürlich gucken wie es bei jedem passt.

00:06:10: Ich finde besonders schwierig wird's wenn dann vielleicht zu Hause Auch nicht so die Freiräume bestehen.

00:06:15: Ich denke dann auch immer an Betroffene, die Familie haben vielleicht auch kleine Kinder zu Hause.

00:06:21: Die sind phasenweise natürlich ... Sie haben halt immer Zeitfenster wo man sich ausrunden könnte oder wo man haushalten kann und da muss man sagen braucht man glaube ich ziemlich schnell Unterstützung im Alltag.

00:06:34: Wenn's um, dann holt man diejenigen ab oder von der Schule oder irgendeine andere Einrichtung und ich glaub da kann so ein Weg auch schon genug sein aber dann reicht es halt nicht mehr für die Betreuung am Nachmittag mit Spielen kochen oder so.

00:06:50: also da muss man doch schnell so ein anderes Netzwerk finden wenns darum geht auf Station hier wenn sich die Fatigue äußert muss ich sagen, ja da kann man so schon von Anfang an das Angebot machen und unterstützen damit dass dann zu Hause auch weiter selbstständig ausgeführt werden.

00:07:10: ist.

00:07:10: So ein sogenanntes Vertiegtagebuch und das bildet sich oder das setzt sich so zusammen, dass man immer aufschreibt die Uhrzeit, sowas man was tut wie es so das Energielevel also von sage ich mal null is wirklich so gar nicht.

00:07:28: Ich weiß, welche war noch mal die Maximalzahl?

00:07:31: Vielleicht

00:07:32: zehn.

00:07:33: Ja genau und dass man da so dazwischen sich positioniert.

00:07:37: Und wenn man dann anfängt so die ersten Tage mit diesen erst einmal nur zu Skripten also aufzuschreiben was wann mache ich wie wie ging's mir danach und davor dann kann man das rückblickend immer nochmal sortieren.

00:07:49: ja es gibt auch wie sie gerade erwähnt hat so energie tage bücher als gibt spezielle tagebücher für fatigpatienten Und es gibt aber auch so Energietagebücher, die auch noch mal ein bisschen anders aufgebaut sind.

00:08:00: Vielleicht auch ein bisschen ... optisch.

00:08:04: Wie erkläre ich das denn mit so Smiley's einfach?

00:08:07: Dass man nicht irgendwie sagt, ich bin halt bei einer Dreihe, sondern der Smiley ist so hängt nicht ganz runter.

00:08:13: Ich raffiere

00:08:14: jetzt sowas aus.

00:08:15: Ja also da gibt´s

00:08:17: auch kreative Unterschiede einfach.

00:08:19: Da muss man ein bisschen gucken was einen mehr anspricht weil was natürlich optisch schöner ist und wo man mehr Spaß dran hat, das macht man natürlich auch

00:08:27: eher.

00:08:28: Das stimmt!

00:08:29: Wie wenn da jetzt nur drei Sätze stehen die mal ausfüllen muss?

00:08:31: Ja ja das stimmt.

00:08:33: aber es gibt schon mal so eine Struktur.

00:08:34: im Vergleich, das hatte ich in der Broschüre mal gelesen fand ich das ganz gut.

00:08:40: Man muss noch haushalten wie mit einem quasi so einem Tagessatz an Geld was man zur Verfügung hat.

00:08:47: also ich habe zehn Euro und dafür muss ich mir jetzt Ja, zehn Euro.

00:08:52: Ich weiß nicht was man dazu essen kriegt schon eine Mahlzeit auf jeden Fall vielleicht auch zwei aber das man weiß man hat jetzt nicht viel.

00:08:59: aber da muss man so mit Haus halten

00:09:02: ja einfach auch ein bisschen schauen was ist der Tagesplan?

00:09:05: also wie die Natascha sagt wieso einen Finanzplaner dass man da einfach schaut heute muss ich die Kinder vom Kindergarten abholen muss sie noch auf dem Kindergeburtstag bringen muss halt Abend noch Essen machen und habe aber vormittags dafür irgendwie Ein bisschen mehr Ruhe, dass man sich das einfach einteilt und nicht alles auf einmal verpulvert.

00:09:28: Und dass man auch sich Hilfe von außen holt?

00:09:30: Also ich finde, wenn man die Möglichkeit hat... Ja, dann noch jeden Fall!

00:09:34: ...dass man sagt okay, die Freundin der Freund, die Oma oder so können sie in der Zeit abholen.

00:09:40: Dass man dann auch dafür Verständnis wirbt also gerade der Freundeskreis auch da so rangeführt wird.

00:09:47: Das Thema vertiegt, das wird dann schnell vielleicht mit anderen Sachen sonst weg.

00:09:50: Ja es ist halt nicht

00:09:50: so greifbar auch.

00:09:51: Das gibt's

00:09:52: oft so auch beschrieben.

00:09:53: Es

00:09:53: ist was, was der Patient einfach in sich trägt sag ich mal.

00:09:56: Man lasst sich nicht so hängen

00:09:57: und man sieht halt ja viel müde, viel erschöpft, kraftlos...

00:10:02: So warst du ja vorher nicht?

00:10:05: Das ist schon dann auch mal schnell gesagt!

00:10:09: Ja, was haben wir noch für Möglichkeiten?

00:10:11: Das wissen wir aber auch schon wirklich.

00:10:13: Das ist mittlerweile wissenschaftlich auch in vielen Studien hinterlegt.

00:10:18: ist die Bewegung Sport will ich es auch nennen weil viele sagen ja aber das ist kein Sport Aber es zählt dazu um einfach wenn man sich fordert muskulär dann findet auch eine ganz andere Sauerstoffverteilung im Körper statt und dann hat man ja auch ein ganz anderes Energielevel.

00:10:37: Man schafft sich so eine Art ...

00:10:40: Also in der Literatur steht auch drin Soft Sport, mir war das Wort jetzt vorher gar nicht so bekannt.

00:10:46: tatsächlich da stand auch Low Walking drinnen was man machen kann.

00:10:51: Walking ist ja eh schon ein bisschen ruhiger aber das Ganze dann nochmal ne Nummer ruhiger dass man einfach nicht zu viel Energie auf einmal los schießt rauslässt wie auch immer

00:11:04: dass man da sanft umgeht.

00:11:05: Ja, walking zum Beispiel manchmal wir haben unser Klinias Medizin aktiv Konzept hier sind so ganz schlichte Übungen eigentlich aber super effektive Übung.

00:11:15: Da geht es einmal um die Beinbewegung und Muskeln klasse Kniebeuge.

00:11:19: dann macht mir sich aber zu der Knie-Beuge muss man ja auch nicht rausgehen kann sich ans offene Fenster zB stellen Und da die Knie beugen machen oder man kannte zum beispiel auch

00:11:29: Ja, den Rücken ein bisschen dehnen so an der Wand.

00:11:31: Also Sachen die man im Stehen einfach machen kann

00:11:35: oder Stuhl-Gymnastik zum Beispiel.

00:11:38: Ja genau das mal einfach auch Gymnastika macht im Sitzen damit Nicht zu anstrengend auch wieder wird.

00:11:45: Kleiner Tipp am Rande, hatte ich nämlich ...

00:11:47: Achtung Natascha's Tipp?

00:11:49: Ja und zwar in der Coronazeit gab es ganz viel auch Senioren-Sport.

00:11:55: Und zwar kann man das bei YouTube eingeben...

00:11:57: Ah, da stimmen diese Spiele!

00:11:59: Und die machen auch noch richtig Spaß.

00:12:00: Genau, wenn man auch egal mit wem oder für sich wirklich gute Sachen raus ... suchen.

00:12:08: Kann man auch die Kinder super mit integrieren, also für diejenigen die Kinder haben?

00:12:12: Ja oder mit dem Partner genau muss nicht immer lange sein und so sind sie auch wirklich toll aufgebaut.

00:12:18: die Übungen ja.

00:12:20: auch hier muss man sagen wenn es dann irgendwie mit der Diagnose dass alles ein Übermant, kommen wir eigentlich schon auf diese nächste Ebene.

00:12:30: Wir hatten das schon in der Folge da ging es um die Diagnose den Schock und das überträgt sich natürlich auf die Stimmung, auf die mentale Situation Und hier gibt es auch Möglichkeiten Natürlich seelische befinden wenn was stark beeinträchtigt ist Dass man hier von einer Fatigue spricht Das raubt Energie Genau, was hast du denn da?

00:12:56: Was machst du auf Station mit deinen Patienten wenn du merkst?

00:12:59: okay hier kann man davon ausgehen dass das eine Fatigue ist oder er selber weiß es vielleicht auch schon.

00:13:06: In erster Linie fragt man natürlich mal ob's schon irgendwas gibt was der Patient zu Hause macht was ihm auch Spaß macht also einfach was so ein bisschen aktivierend ist.

00:13:17: Also, ich finde geistig auch sich so ein bisschen herauszufahren.

00:13:19: So ein bisschen wach zu rütteln oder auch fit zu halten...

00:13:23: Ja das einfach zu trainieren!

00:13:24: Also ob es jetzt Gehirn-Jogging ist, Doku oder einfachen Rätsel?

00:13:30: Oder wie du's gerne spielst solitär?

00:13:32: Das

00:13:33: einfach was den Geisten ein bisschen erweckt.

00:13:36: Da kann man sich dann auch mal ärgern wenn man sich verliert aber das fördert eher die Lebensgeister.

00:13:42: Quot-Riesel hatten wir auf jeden Fall auch, so diese ganz klassischen Sachen mal nach Zahlen.

00:13:48: Also

00:13:49: ja eigentlich alles wo der Kopf sich anstrengen muss.

00:13:53: Ja genau.

00:13:54: Wo

00:13:54: man konzentriert sein muss und das muss auch nicht eine Stunde am Stück sein, das reicht auch oft schon wenn man das vielleicht zweimal am Tag fünf Minuten macht also alles so wie man sich fühlt.

00:14:06: es ist ganz wichtig dass sich keiner gezwungen fühlt irgendwas zu machen Nur weil es im Buch steht.

00:14:13: Oder wenn man's machen muss oder der Nachbar sagt, mach doch mal mehr Sport!

00:14:18: Wenn Sie der Meinung sind... Das geht jetzt nicht, ich kann das einfach nicht.

00:14:24: Ich bin völlig erschöpft.

00:14:25: Dann erst eine Pause machen und sich erst die Zeit nehmen.

00:14:30: Also auf den eigenen Körper hören.

00:14:32: Das ist eigentlich so das Appell der ganzen Sache, dass man auf dem Körper hört und in sich hinein fühlt.

00:14:38: was brauche ich gerade?

00:14:39: Brauche ich erstmal die Pause?

00:14:41: Oder tut es mir jetzt gut, wenn ich mal ein Rätsel mache oder vielleicht Gymnastik.

00:14:48: Oder ich gehe einfach mal spazieren oder ich spiele mit meinem Kind Lego?

00:14:52: Also sich einerseits nicht überfordern und andererseits sich aber den Druck nehmen und sagen... Was ja auch viele so ein bisschen auch betrauern eigentlich und es reißt einem psychisch dann auch manchmal so runter.

00:15:05: Es gibt ja oder es gibt ein Leben vor und während dieser ganzen Krebsdiagnose der Therapie verändert sich für einen viel und für die Angehörigen aber genau man soll sich da jetzt nicht umkrempeln und ich bin jetzt jeder so doku hält.

00:15:18: Ich habe mich zum Beispiel gar nicht gerne so doko, ich würde dann tatsächlich mal nach Zahlen machen oder so.

00:15:24: Ja muss man schon schauen und ich finde ja genau wie du sagst diese Brücke schlagen das ist Spaß machen sollen.

00:15:31: Ja mit Spaß geht halt alles viel leichter.

00:15:33: deswegen immer da auch ein bisschen drauf achten sich nichts aufzwingen lassen weil irgendwer meint dass es jetzt gut für einen sondern wirklich schauen dass man da selbst mit fein ist.

00:15:45: Ja, Fatigue und Beruf.

00:15:48: Ich finde das ist ein schwieriges Thema weil es ja wie gesagt Fatigue ist ja ein Thema was wieder nicht greifbar ist.

00:15:55: ich will ja und wir wollen jetzt auch keinen Vergleich zur Depression machen aber ich finde es trotzdem es ist so ein bisschen unsichtbar dass, wenn man in der Therapie ist diese Fatigue nicht länger als sechs Monate ist weil wir da nach chronisch sind.

00:16:12: spätestens dann sollte eine Diagnose erfolgen müssen.

00:16:16: Weil man ja hier dann auch auf ganz andere Rehrmaßnahmen nochmal ankoppeln kann die das besser auffassen wo man dann auch zum Beispiel psycho-onkologisch sehr gut betreut wird und die natürlich wissen wie man das am besten mit dem Patienten auch bespricht.

00:16:35: langfristig einfach.

00:16:36: Sobald es ins Kronische übergeht, ist das halt ein langfristiger Begleiter.

00:16:41: Alles andere ist was wir ja auch den Patienten beraten.

00:16:45: Wir beraten ja auch über Fatigue.

00:16:46: Das ist auch ein täglicher Begleitter von unseren Patienten aber nur bedingt.

00:16:54: also natürlich wissen wir nicht wie lange dass im Nachhinein geht.

00:17:00: Also hier auch Appell.

00:17:04: Ich finde, das ist immer noch mal wo man sagt hier könnte man sich vielleicht was notieren.

00:17:07: Sprechen Sie ausführlich mit Ihrem Arzt oder Ihrem Rehabilitationsberater?

00:17:12: Oder wenn sie einen Psychologen haben es gibt solche die auch im Arbeitsamt sind und hier beraten quasi Richtung Rentenversicherung.

00:17:21: sprechen Sie mit einer Hauptfür-Sorge Stelle.

00:17:23: Es gibt auch sogenannte Pflegeberatungsstellen, Pflegestützpunkte.

00:17:28: Die sind hier in Rheinland-Pfalz Hessen eigentlich deutschlandweit gut ausgestellt um sich hier auch sage ich mal ja Krankengeld oder wenn es darum geht dass man vielleicht doch länger braucht weil wir hatten das schon Mal in anderen Folgen wo wir gesagt haben okay die Therapie wenn die dann vorbei ist das ist wie so ein Marathon.

00:17:47: und danach was ist jetzt Wie geht das mit meiner Arbeit eigentlich?

00:17:52: Und bei der Fatigue, dass wenn die länger geht oder das kann man ja nicht steuern.

00:17:56: Dann ist das so.

00:17:58: aber dann muss man natürlich auch wissen, dass man finanziell und beruflich gestützt ist.

00:18:03: Der Beruf ist natürlich eine wichtige Rolle für jeden, der in einem Beruf steht.

00:18:07: Ja auch da muss man dann noch mal speziell schauen welchen Schrauben man drehen muss, damit das Setzverein einfach passt.

00:18:14: Genau zur Eingliedung!

00:18:15: Aber da gibt es viele Unter Unterstützer wie gesagt, wenn sie sich dann am besten auch an ihrem Hausarzt oder das Arbeitsamt.

00:18:26: Oder die Rentenversicherung.

00:18:29: Das war jetzt ganz schön bürokratisch

00:18:31: alles leichter gesagt als getan.

00:18:34: Aber wir stehen da auf Station auch gerne zur Unterstützung bereit.

00:18:40: ich habe Letztens auch einen schönen Satz gelesen.

00:18:44: Kämpfe nicht gegen die Müdigkeit, sondern akzeptiere sie für den Moment.

00:18:48: Kann ich irgendwie ganz passend für diese Folge.

00:18:51: Auch wieder ist, hör auf dein Körper, akzeptier dass du jetzt müde bist, ruhe dich kurz aus mach dann weiter.

00:18:59: und auch die Angehörigen, Freunde, Familie... fühlen sich vielleicht auch oft hilflos in der Situation.

00:19:07: Auch das begegnet uns auf Stationen, dass Angehörige sagen was kann ich denn tun?

00:19:14: Der Partner möchte viel schlafen, kann nicht irgendwie unterstützen.

00:19:20: Auf da verweisen wir noch mal drauf, dass es Selbsthilfegruppen für Angehöre gibt von Betroffenen

00:19:26: und dass die Angehörtigen sich um sich kümmern müssen.

00:19:28: Weil man kann ja nur soviel geben wie man selber ... zu geben in der Lage ist.

00:19:38: Wo ich dann schon, wo wir auch immer schauen okay jetzt kümmern sie sich um sich weil oft es so ich will meinen Partner-Partnerin nicht zur Last fallen und merke dann aber dass ich soweit ich in diesen Raum komme immer nur lächeln sag ich mal, gute Miene mache und eigentlich ist mir nur zum Heulen zu muten.

00:19:59: Und das tut demjenigen eigentlich gegenüber dann auch gut wenn man sagt Ich komme heute nicht wir telefonieren.

00:20:07: Ich nehme mich mal einen Tag raus einfach

00:20:08: auch offen kommunizieren in dem Moment und sagen ich brauche jetzt einfach mal ein halben tag für mich.

00:20:14: ja

00:20:14: ich mach jetzt mal was mir gut tut damit ich nochmal bisschen energie tanke.

00:20:20: Und ich glaube, wenn man das offen kommuniziert, egal mit wem in alle Richtungen ob es wir auf Station sind.

00:20:26: Ob das Zuhause ist Kindes, ob's die Oma oder der Partner dann sind alle auf dem gleichen Stand und es ist eine offene Kommunikation.

00:20:35: Genau benennen!

00:20:36: Ich hab Fatigue.

00:20:38: Gib mir Zeit.

00:20:39: Muss man auch so sagen?

00:20:41: Ja,

00:20:42: ich hab

00:20:42: jetzt von den Anhörigen

00:20:43: gesprochen.

00:20:43: Aber

00:20:46: es

00:20:46: gilt glaub ich für beide Seiten.

00:20:48: also egal wie das man einfach offen kommuniziert.

00:20:52: Zum Schluss würde ich gerne eigentlich nur noch mal mitgeben dass es genug Informationen und Infomaterialien mittlerweile gibt auf den Bekannten auch im Internet die großen Gesellschaften die Fatigue-Gesellschaft die dann auch immer differenzieren zwischen der ... ja, Fatigue als chronisch oder der akuten Fatigue.

00:21:17: Ja liebe Zuhörer-Zuhörerin wir würden die Folge abschließen und zwar noch mal mit einem Erfahrungsbericht.

00:21:24: ich glaube wenn man immer auch mitkriegt wie es andern geht fühlt man sich weniger allein Und das würde ich jetzt gerne nochmal vorlesen.

00:21:34: Tatjana haben wir jetzt an alles gedacht?

00:21:36: Ich meine die Fatigue genau Darüber kann man sprechen, sie ist sehr individuell.

00:21:41: Es gibt genug... Ja wir

00:21:42: können natürlich jetzt auch drei Stunden über das Thema sprechen aber wir wollen ja auch nur kurze Impulse setzen.

00:21:49: Für

00:21:50: sich da was mitzunehmen.

00:21:52: einfach oder nochmal einen Denkanstoß?

00:21:55: Bei Fragen oder wenn Sie Informationen benötigen bitte schreiben Sie uns sehr gerne eine E-Mail die in E-mail Adresse es in den Show Notes hinterlegt genauso wie möglichen.

00:22:08: Medizinische Abkürzung.

00:22:11: Schon während der Chemotherapie merkte ich, wie ich zunehmend schwächer wurde und immer länger brauchte um mich zu erholen.

00:22:17: Komplikation und Nebenwirkung wie Lungenzündung und Knochenschmerzen strengten mein Körper mehr und mehr an.

00:22:24: In der Zeit der Bestrahlung gesellte sich dann dieses neue bleiernde Gefühl dazu – es eroberte mich vollkommen und ließ mich handlungsunfähig werden!

00:22:33: Es fühlte sich an als würde Blei in jede Zelle meines Körpers

00:22:37: fließen.".

00:22:46: Ja, schön.

00:22:46: So eine Patienten-Erfahrung finde ich immer noch mal ein bisschen persönlicher.

00:22:52: Genau damit schließen wir auch diese Podcastfolge ab!

00:22:55: Wir wünschen allen noch einen schönen Tag, schönen Abend und schönen Morgen da wo jeder gerade ist.

00:23:02: Und wir freuen uns dass ihr beim nächsten Mal nochmal so hört.

00:23:05: Genau, schaltet ein.

00:23:07: Tschüüss!

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